Anomalien ohne Lärm: Bänder, Zielwerte und KI-Analyse

Wie HydroNode entscheidet, was ungewöhnlich ist, wie du eigene Bereiche und die passende Empfindlichkeit einstellst und was die optionale KI-Analyse dazu beiträgt.

HydroNode 8 Min. Lesezeit
Der HydroNode Incident-Feed mit offenen Warnungen und erledigten VorfällenDer HydroNode Incident-Feed mit offenen Warnungen und erledigten Vorfällen

Ein Sensor, der bei jeder Kleinigkeit Alarm schlägt, wird nach drei Tagen stummgeschaltet. HydroNode soll dich nur dann stören, wenn es wirklich etwas zu sehen gibt. Hier steht, wie es entscheidet, was ungewöhnlich ist, und an welchen drei Stellen du das für deinen Sensor einstellst.

Drei Prüfungen für jeden Wert

Deine ZielwerteEin Minimum und Maximum, das du pro Messgröße festlegst. Gilt ab dem ersten Wert.
RichtwerteVeröffentlichte Grenzen, etwa von WHO und Umweltbundesamt für CO₂, Feinstaub oder UV. Gelten ab dem ersten Wert.
Gelerntes BandDer Bereich, den dieser Sensor zu dieser Tageszeit üblicherweise zeigt. Braucht etwas Verlauf.
Was daraus folgtNur ein verletzter Zielwert oder Richtwert kann kritisch werden. Was nur ungewöhnlich ist, bleibt höchstens eine Warnung.

Wie HydroNode lernt, was normal ist

Für jede Messgröße baut HydroNode aus den Stundenmitteln der letzten 28 Tage ein Modell, neue Tage zählen mehr als alte. Ein warmer Nachmittag wird deshalb nicht gemeldet, nur weil die Nacht kühl war.

StufeBrauchtWas sich ändert
Erster WertNichtsZielwerte und Richtwerte werden geprüft.
Gelerntes Band20 Messungen über mindestens 6 StundenStatistische Prüfungen starten.
Tagesverlauf3 Tage mit guter AbdeckungDie Tageszeit wird berücksichtigt.
Voller Verlauf7 TageDem Tagesverlauf wird voll vertraut.

Einzelne Ausreißer verschieben das Normale nicht. Ein neues Niveau, das sechs Stunden stabil bleibt, wird übernommen, zum Beispiel nachdem du den Sensor umgestellt hast. Ein Niveau, das einen Grenzwert verletzt, wird nie übernommen: dauerhaft schlechte Luft bleibt schlechte Luft.

Ein Vorfall pro Problem

Ein Problem, das andauert, bleibt ein einziger Vorfall. Neue Messungen aktualisieren ihn, statt neue zu öffnen. Gelöst ist er erst nach mindestens zwei guten Messungen und zehn Minuten. Fehlende Daten lösen nie etwas.

  1. OpenProblem bestätigt
  2. OngoingNoch da, kann schlimmer werden
  3. RecoveringWerte wieder im Bereich
  4. ResolvedZwei gute Werte, 10 Minuten
Die Schwere kann steigen, sinkt aber nie still im Hintergrund.

Du findest Vorfälle an zwei Stellen: rechts auf der Sensorseite im Anomalie-Panel und gesammelt für alle Sensoren unter Anomalies. Ein Klick zeigt Auslöser, Regel, die Werte rundherum und was zu tun ist. Bewertest du einen Vorfall, landet er unter Reviewed.

Anomalie-Panel einer Sensorseite mit offener Warnung und KI-ErklärungAnomalie-Panel einer Sensorseite mit offener Warnung und KI-Erklärung
Das Anomalie-Panel: offene Vorfälle, beobachtete und erledigte, darunter die letzte KI-Erklärung.

Stellschraube 1: Empfindlichkeit

  1. Einstellungen öffnenAuf der Sensorseite Settings, dann links Anomaly detection.
  2. Stufe wählenVon Very relaxed bis Very strict. Darunter steht, wie viele Anomalien die letzten sieben Tage gebracht haben und woher.
  3. Vorschlag prüfenWar die Woche unruhig, schlägt HydroNode eine ruhigere Stufe vor, etwa Use Relaxed.
Einstellungen zur Anomalieerkennung mit fünf Empfindlichkeitsstufen und WochenzahlenEinstellungen zur Anomalieerkennung mit fünf Empfindlichkeitsstufen und Wochenzahlen
Empfindlichkeit wirkt nur auf das gelernte Band. Deine Zielwerte und die Richtwerte gelten immer.
StufeBandPasst für
Very relaxed2,0×Nur extreme Ausreißer
Relaxed1,5×Nur deutliche Abweichungen
Standard1,25×Voreinstellung, ausgewogen für Räume und Gärten
Strict1,0×Auch kleinere Abweichungen
Very strict0,8×Jede spürbare Änderung

Stellschraube 2: Eigene Zielwerte

Du weißt, dass deine Tomaten 60 bis 70 % Luftfeuchte mögen oder deine Nährlösung einen pH von 5,8 bis 6,3 braucht? Dann sag es HydroNode.

  1. Bereich öffnenSettingsLimits and targets
  2. Bereich setzenNeben der Messgröße auf Set range und Minimum und Maximum eintragen.
  3. An der Vergangenheit testenUnter Try it on past data rechnet HydroNode aus, wie viele Meldungen dein Bereich in den letzten Tagen ausgelöst hätte. Dabei wird nichts gesendet und nichts geändert.
Einstellungen für Grenzen und Zielwerte je MessgrößeEinstellungen für Grenzen und Zielwerte je Messgröße
Ohne eigenen Bereich steht dort Learned from your readings. Mit Bereich wird ein Verlassen zum Zielwertbruch.

Stellschraube 3: Was dein Handy erreicht

Unter SettingsNotifications wählst du pro Sensor Off, Important only oder Everything. Die Wahl gilt nur für dich und synchronisiert sich auf alle deine Geräte. Die App listet trotzdem jedes Ereignis, und Automationen laufen weiter.

Was die KI-Analyse dazu beiträgt

Eine KI-Analyse ist eine kurze, geschriebene Erklärung, wie es einem Sensor gerade geht: eine Zusammenfassung, bis zu sechs Befunde und bis zu drei konkrete nächste Schritte. Sie erklärt das Ergebnis, sie entscheidet nichts. Werte, Schweregrade und Vorfälle berechnet HydroNode vorher mit festen Regeln, und die KI darf ihnen nicht widersprechen.

AutomatischIn festen Abständen, wenn seit der letzten Analyse neue Werte kamen.
Bei einem VorfallWenn ein wichtiger Vorfall aufgeht, nach 60 Sekunden, damit verwandte zusammen erklärt werden.
Von HandAnalyze im Anomalie-Panel. Hat sich nichts geändert, bekommst du die letzte zurück.
DatenschutzLäuft auf Amazon Bedrock in Frankfurt. Kein Name, keine E-Mail, kein Sensorname, kein Standort.

Wie viele Analysen dir diesen Monat bleiben, steht unter SettingsAnomaly detection bei AI summaries. Alle Details in der Doku zur KI-Analyse.

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