Ein ESP32-C3-Sensor ohne eine Zeile Code

Board wählen, BME280 anschließen, Stromsparmodus aussuchen und aus Chrome flashen. Schritt für Schritt durch den HydroNode Device Builder, danach Updates per Funk.

HydroNode 9 Min. Lesezeit
Die Startseite des HydroNode Device Builders mit drei Wegen zum eigenen GerätDie Startseite des HydroNode Device Builders mit drei Wegen zum eigenen Gerät

Ein ESP32-C3 SuperMini kostet ein paar Euro, ein BME280 ebenso. Daraus wird heute Abend ein Klimasensor, der mit Tiefschlaf Wochen auf einem Akku läuft und neue Einstellungen per WLAN bekommt. Ohne Arduino IDE, ohne PlatformIO, ohne eine Zeile Code. Nur Chrome und ein USB-Kabel.

Was du brauchst

ESP32-C3 SuperMiniOder ein anderes ESP32, S2, S3, C3, C6 oder ESP8266 mit mindestens 4 MB Flash.
BME280Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck über I²C.
USB-Kabel mit DatenViele Ladekabel können nur Strom. Dann findet der Browser das Board nicht.
Chrome oder EdgeAm Computer. Firefox ab Version 151 geht auch. Dazu ein 2,4-GHz-WLAN.

Verkabeln

VIN des BME280 an 3V3, GND an GND, SDA an GPIO 6 und SCL an GPIO 7. Beim SuperMini sind das die I²C-Standardpins im Builder. GPIO 8 und 9 meidest du: Dort sitzen LED und BOOT-Taster.

Den Builder starten

  1. Fleet öffnenOben in der Navigation FleetDevice builder.
  2. Weg wählenFür ein einzelnes Gerät Build for a sensor. Die beiden anderen Karten sind für Vorlagen, mit denen du viele gleiche Boards flashst.
Startseite des Device Builders mit drei KartenStartseite des Device Builders mit drei Karten
Drei Einstiege. Setups und Vorlagen speichern nie dein WLAN.
  1. SensorWohin es meldet
  2. BoardChip und Pins
  3. WiringSensoren, Ausgänge
  4. PowerSchlafmodus
  5. TimingIntervall
  6. WiFiBleibt lokal
  7. FlashPer USB
Sieben Fragen, eine pro Seite. Links zeigt eine Leiste, wo du bist, jeder Schritt bleibt anklickbar.

Schritt 1 und 2: Sensor und Board

Wähle den HydroNode-Sensor, an den das Gerät senden soll, oder leg ihn direkt hier an. Dann das Board. Jede Chipfamilie trägt dazu, was sie per Funk bekommen kann: Firmware und Konfiguration bei allen ESP32, nur die Konfiguration beim ESP8266. Das Akku-Symbol markiert Boards, die im Tiefschlaf deutlich unter 1 mA ziehen.

Board-Auswahl im Device Builder nach Chipfamilie gruppiertBoard-Auswahl im Device Builder nach Chipfamilie gruppiert
Ist dein Board nicht dabei, nimm das Entwicklungskit mit demselben Chip. Die Firmware ist dieselbe.

Schritt 3: Was hängt am Board?

Klick in der Liste auf BME280. Der Builder setzt ihn auf die Standardpins, wählt die Adresse 0x76 und legt die drei Werte als TEMPERATURE, HUMIDITY und PRESSURE an. Die Pin-Karte rechts zeigt, was belegt ist, und warnt bei Konflikten. Pins werden nie still verschoben.

Unsicher, ob es richtig verkabelt ist?Scan the board neben der Pin-Karte flasht kurz einen kleinen Scanner und listet jede I²C-Adresse, die antwortet. Neben jeder Adresse steht, welcher Sensor es sein könnte, ein Klick übernimmt ihn.

Schritt 4: Wie es schläft

Der Builder wählt automatisch den sparsamsten Modus, den deine Bauteile erlauben, und zeigt daneben den durchschnittlichen Strom genau dieses Aufbaus. Mit BME280 auf dem SuperMini ist das Deep sleep. Zwei Optionen lohnen sich: Fast reconnect merkt sich Access Point und Kanal und spart pro Runde ein bis drei Sekunden. Und die Sensoren können über einen Pin komplett abgeschaltet werden, solange das Board schläft.

Stromsparmodi im Device Builder mit geschätztem Strom pro ModusStromsparmodi im Device Builder mit geschätztem Strom pro Modus
Von Always on bis Deep sleep, jeweils mit dem geschätzten Strom für deinen Aufbau.
Nicht erschrecken Im Tiefschlaf verschwindet der USB-Port vom Computer. Das ist gewollt. Um später noch einmal per Kabel zu flashen, drückst du kurz RESET.

Schritt 5: Wie oft gesendet wird

Eine Runde alle 5 Minuten ist für Raumklima reichlich. Der Builder zeigt, was eine Runde kostet: Start, Lesen der Sensoren, WLAN, sichere Verbindung. Trag die Kapazität deines Akkus ein, und er schätzt die Laufzeit. Einzelne Werte können seltener gehen, zum Beispiel der Luftdruck nur jede dritte Runde.

Timing-Schritt mit Intervall, Kosten einer Runde und AkkulaufzeitTiming-Schritt mit Intervall, Kosten einer Runde und Akkulaufzeit
2,6 Sekunden wach pro Runde, rund 1,9 mA im Schnitt. Auf 2.000 mAh sind das etwa fünf Wochen.

Schritt 6: WLAN

Netzwerkname und Passwort. Das Passwort geht von dieser Seite direkt per USB auf das Board und landet nicht bei HydroNode. Speicherst du es mit deinem Passkey, wird es im Browser verschlüsselt und füllt sich nächstes Mal von selbst aus, auch auf einem anderen Gerät. Keine Daten zur Hand? Mit Skip, use placeholders kannst du nur noch herunterladen, nicht flashen.

Schritt 7: Flashen

  1. Zusammenfassung prüfenSensor, Board, Verdrahtung, Takt und WLAN stehen noch einmal untereinander.
  2. Flash nowBoard per USB anschließen und Flash now drücken. Chrome fragt, welches Gerät: das Board wählen.
  3. ZusehenDie Seite zeigt jede Phase: vorbereiten, verbinden, schreiben, neu starten. Danach folgt sie dem Board, bis der erste Wert ankommt. Das dauert etwa eine Minute.
Letzter Schritt des Device Builders mit Zusammenfassung und Hinweis zu Updates per FunkLetzter Schritt des Device Builders mit Zusammenfassung und Hinweis zu Updates per Funk
Nur Flash now spielt die HydroNode-Firmware auf, und nur sie lässt sich danach per Funk aktualisieren.

Lieber eigenen Code? Dieselbe Seite bietet ein PlatformIO-Projekt, einen Arduino-Sketch oder ESPHome-YAML zum Download. Diese Geräte bekommen dann aber keine Updates aus Fleet.

Und danach?

Das Setup wird am Sensor gespeichert und steht unter SettingsDevice setup. Von dort flashst du es mit einem Klick erneut, etwa auf ein Ersatzboard, oder speicherst es als Vorlage. In Fleet erscheint das Gerät mit Firmware und Konfigurationsstand. Willst du später den Takt ändern oder einen zweiten Sensor dazuhängen, drückst du dort Change config, und die Änderung geht per WLAN aufs Board. Wie das im Detail läuft, steht in Alle Geräte per Funk aktualisieren.

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